Jürgen Knop (1620-1678)

Jürgen Knop is the first of 61 people in “Stammtafel Der Familie Knoop“.

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Jürgen Knop, von dem die ersten Nachrichten aus Artlenburg stammen, ist vermutlich um 1620 geboren. Über seine Herkunft ist nichts bekannt. Er wird in den Artlenburger Kirchenbüchern 1647, 1648 und 1654 bei der Taufe von Kindern erwähnt und bewohnt vielleicht schon den Katen Nr. 40 in Artlenburg, als dessen Besitzer um 1680 sein Sohn Johan gennant wird.

Er erscheint auch als Knopen, Knoop und Knopf.

Am 21.8.1669 leistet er den Eid als Elbfährmann in Artlenburg:

E 18. Fährman Jürgen Knops Eid zu Artlenburg. Nachdem ich, Jürgen Knop, von dem Durchlauchtigsten Fürsten und Herrn Julius Frantz, Herzog zu Sachsen, Engern un Westfalen, meinem gnädigsten Fürsten und Herrn, als Fährmann zu Artlenburg bestellt und angenommen wurde, so lobe und schwöre ich hiermit zu Gott dem Allmächtigen in meine Seele einen körperlichen Eid, dass ich will I.H.F.D. (= Ihrer Hoch-Fürstlichen Durchlaucht) zu jeder Zeit getreu, gehorsam hold und gewärtig sein, sein Bestes wissen, Schaden und Nachteil mit Fleiss warten, die Hofbediensteten zu jeder Zeit, sobald sie and die Elbe kommen, ungesäumt überführen, diejenigen, die sich gegen I.H.F.D. oder dessen Beamten und Untertanen vergangen haben, ums Geld willen nicht überfahrer es sie denn, dass dies von I.H.F.D. oden dessen Beamnten befohlen oder erlaubt wird, das Fährboot bei nachtschlafene Zeit verschlossen halten, auch niemand bei Nachtzeiten über fahren und herüberholen, es sie denn, dass einige Fürst. Bedienten in Gnädigster Herrschaft Geschäften hinaus wolten oder verreist wären, auch keine Bettler, Landsknechte oder sonstige Landstreicher um des Geldes willen überfahren und insbesondere dasjenige, was ich an Fährgeld erhebe, dem Zöllner zu Artlenburg, weil I.H.F.D. davon das eine Drittel und dem Armenhause das andere Drittel gehört, zu richtiger Berechnung ohne irgendwelche Unterschleife einliefern. Was ich auch immer erfahre, was I.H.F.D. selbst oder desse Beamten zu Lauenburg ungesäumt ansagen, und was mir anvertraut oder vorkommen wird, das sich zu verschwiegen halten und niemandem offenbarn, auch sonst sich verhalten, wie es sic für einen getreuen Fährmann eignet, gebührt und wohl anstehen so war mir Gott helfe und sein heiliges Wort.

(gez. Jürgen Knopf

Zu weiterer Versicherung habe ich zu selbstschuldigen Bürgen gesetzt Lütke Brandt und Hans Gärstenkorn, beide in Artlenburg. ____ir vorbenannten beiden Bürgen verpflichten uns, bein Verpfändung aller unserer Habe und Güter mit allem Fleiss daran zu sein, dass obige eidliche Verpflichtung in allen Klauseln und Punkten weidlich möge nachgelebt werden, auch für alle durch unseres Prinzipalen Versäumnis oder Verwahrlosung etwa entstehenden Schaden einzustehen und zu haften. Urkundlich haben wir dieses wegen unseres Prinzipalen Jürgen Knopen mit unserem Markzeichen bekräftigt.- Geschehen Lauenburg auf der Fürstl. Amstsstube in Gegenwart des Herrn Kammermeister Jacob Krügers, des Herrn Amtsschreiber Hartwig Brunsichs wie auch des Hofmeisters zu Marienthal Paul Bauwers und des Reetscheun Hans Gorwies, den 21. August Anno 1669.

Jürgen Knop zeichnet bei dieser Gelegenheit mit seiner Hausmarke. Das Amt des Fährmannes bekleidet er bis zu seinem Tode. Er stirbt 1678 in Artlenburg.

Über den Familiennamen und die Herkunft seiner Frau ist nichts bekannt. Aus der Todesbeurkundung ist nur zu entnehmen, dass sie Ilsabe hiess.

Am 11.6.1656 klagt die Magd des Artlenburger Zöllners gegen Jürgen Knops Frau vor dem Fürstlichen Amt in Lauenburg:

E 14. Actum Lauenburg, den 11. Juni Anno 1656. Zöllners Magd Klage zu Artlenburg contra Jürgen Knoops Frau in puncto Calumniarum et verberatianis (= wegen Beleidigung und Schlagens Heuto dato bringt des Zöllners Magd von Artlenburg an dieses Fürstl. Amt Klage ein, das Jürgen Knopen seine Frau daselbst sie nach vielen Scheltworten in I.F.G. (= Ihrer Fürstl. Gnaden) Zollhause geschlagen, nach fernerer Erkundigung haben sie sich verglichen, und soll die Knopische für die Gewalttätigkeit soviel Leinwand, als zu 8 Säcken nötig, and Fürstl. Amt liefern.

Jürgen Knops Frau stirbt 1680 in Artlenburg als Witwe.

Dieser Ehe entstammen folgende Kinder:

  1. (vielleicht) Margretha, geb. wahrscheinlich um 1645, die am 14.10.1667 in Artlenburg mit Hans von Rehlen getraut wird,
  2. Anna, get. Himmelfahrt 1647 in Artlenburg,
  3. Anna Elisabeth, get. Dom. 11.p.Trin. (23.8) 1648 in Artlenbug. Sie wird Dom. 5 p.Trin. (14.7.) 1675 in Artlenburg mit Johan Meyer getraut,
  4. Johan, geb. um 1650. Über seine Geburt ist in den Artlenburger Kirchenbüchern nichts zu finden. Er könnte dennoch in Artlenburg geboren sein, denn zwischen 1649 und 1651 fehlen die Blätter in den Kirchenbüchern. Da er 1682 heiratete, könnte das angenommene Jahn führ die Geburt gut stimmen. Näheres under…2.
  5. Jürgen Hinrich, get. Dom. 3. Adv. (17.12.) 1654 in Artlenburg. Es ist wohl identisch mit Jürgen Knop, der 1709 bei einer Ehestiftung in Hohnstorf alse Zeuge gennant wird. (E.26).

 

Kindly translated by Rüdiger Knoop…

Jürgen Knop from whom the first information of Artlenburg are available, it is predicted that he was born at 1620. It is nothing known about his origin. He has been named in Artlenburg´s church books with christenings of children in 1647, 1648 and 1654 and perhaps lived already in the Katen No. 40 in Artlenburg as at 1680 its owner is named his son Johan. He also apperes as Knopen, Knoop and Knopf.

On August 21st, 1669 he took an oath as ferryman of the river Elbe in Artlenburg:

E18. Ferryman Jürgen Knop´s oath zu Artlenburg. After I, Jürgen Knop, have been ordered and accepted by the highness prince and lord Julius Frantz, duke zu Sachsen, Engern and Westphalia, my gracious prince and lord, so I pledge and swear to almighty god in my sol a bodily oath, that I will be faithful, dutiful, graceful and present to I.H.F.D. (= Ihrer Hoch Fürstlichen Durchlaucht, engl. your high princely highness) at any time, to want his best, to avert claim and disadvantage in all conscience and to fend. The ferry boat will be maintained by assiduity. The royal servants will be transferred promptly, at any time, as soon as they will arrive at the river Elbe, the ones who act against the officials and subjects, except for they got the order or the permission of I.H.F.D. or his officials. Also the ferry boat should be closed at night and nobody is allowed to be transferred at night, except for some princely servants in gracious lordship to go out for business or to travel. It is not allowed to transfer beggars, lansquenets or other vagrants and especially that, what I charge as transfer fee to give to the tollkeeper zu Artlenburg in right calculation without any undergrinding , because I.H.F.D. owns one third and the bead house owns the other third. What I ever get to know, which could be against I.H.F.D., or if anything other would happen, what could be dangerous for county and people, I will report this immediately to I.H.F.D. himself or to his servants zu Lauenburg promptly. Anything, which will be entrusted to me, which is confidential, should be used secretively until I die by god willing and his holy word.

Signed: Jürgen Knopf

As further insurance I put Lütke Brandt and Hans Gärstenkorn, both in Artlenburg, as debitors. The both named citizen commit with the consequence of pledging all our belongings, that the above affidavit engagement will be fulfilled in all clauses and points, also to be responsible and to avouch for all by our principal failure or estrepement emerging damages.
We have documented this for our principl Jürgen Knopen by our hallmark.

Lauenburg in the princely office in presence of Kammermeister (managing tax inspector) Jacob Krügers, the recording clerk Hartwig Brunsichs, as well as the Hofmeister (executor) zu Marienthal Paul Bauwers and zu Reetscheun Hans Gorwies, August 21th, 1669.

Jürgen Knop signed with his hallmark.

He has done the job as ferryman until he died 1678 in Artlenburg.

Nothing is known about the family name and the origin of his wife. From the death document it is only known, that her name was Ilsabe.

On June 11th, 1656 the maidservant of Artlenburg´s toll keeper went to law against Jürgen Knop´s wife at the princely office in Lauenburg:

E14. Actum Lauenburg, June 11th, Anno 1656. Toll keeper´s wife claims against Jürgen Knoop´s wife concerning Calumniarum et verberatianis (= because of insulting and beating)
Today the wife of the toll keeper of Artlenburg accuse, that Jürgen Knopen´s wife offended I.F.G (=Ihrer Fürstl. Gnaden). By investigation they had compromised and Knop´s wife should pay 8 sacks canvas to the princely office for outrage.

Jürgen Knop´s wife died 1680 as widow in Artlenburg.

Following children emanated from this marriage:

a)(perhaps) Margretha, born eventually at 1645, who has been married with Hans von Rehlen in Artlenburg on October, 14th 1667,
b)Anna, christened Himmelfahrt 1647 in Artlenburg,
c)Anna Elisabeth, christened Dom. 11.p.Trin. (Aug. 23rd) 1648 in Artlenburg. She gets Dom. 5 p.Trin married (Jul. 14th) 1675 in Artlenburg with Johan Meyer,
d)Johan born at 1650. Nothing can be found about his birth in the church books of Artlenburg. But he could also be born in Artlenburg, because between 1649 and 1651 the pages in the church books were missing. As he married in 1682, the predicted year for the birth could be correct. –

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e)Jürgen Hinrich, christened Dom. 3 Adv. (Dec. 12th) 1654 in Artlenburg. He seems to be identical with Jürgen Knop, who has been named in 1709 as witness to a marriage. (E.26).

Comments

  1. Knoopy (silent K),

    It’s a great site and it was great seeing you in the pictures.
    Hope you and yours are all well.
    Have a Merry Christmas and a Happy New Year.

    Regards,
    Eyal

  2. Thank you Eyal!

    Nice to hear from you and hope that all is well with you and your family.


    Marc

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